BEST & BEET: Neue Hoffnung bei komplexen Gefäßmalformationen
Manche Innovationen kommen sehr laut und verschwinden ebenso schnell wieder. Andere – die echten – kommen langsam und leise, und sie bleiben.
BEST und BEET gehören zur zweiten Art.
BEST – Bleomycin-Elektrosklerotherapie: Bleomycin wird mit reversibler Elektroporation kombiniert, um seine lokale Wirkung zu verstärken – vor allem bei langsam fließenden venösen und lymphatischen Malformationen.
BEET – Bleomycin-Elektroembolotherapie: Bleomycin wird intraarteriell verabreicht und anschließend mittels reversibler Elektroporation in seiner lokalen Wirkung potenziert – insbesondere bei arteriovenösen High-Flow-Malformationen (AVM).
Am AKH Wien bieten wir beide Methoden seit zwei Jahren auf breiter Basis an – als erstes Zentrum in Österreich – über das gesamte Spektrum hinweg: venöse, lymphatische und High-Flow-Malformationen.
Ein Beispiel: eine Patientin mit einer High-Flow-Malformation der Hand. Die Hand war für den Alltag nicht mehr zu gebrauchen (siehe Bilder). Nach drei BEET/BEST-Behandlungen konnten wir ein exzellentes Ergebnis erreichen – die Hand ist wieder vollständig funktionstüchtig. Für diese Patientinnen und Patienten gab es bis vor Kurzem oft kaum eine Option; nicht selten stand am Ende der Krankengeschichte eine Amputation. Mit diesen Methoden werden Ergebnisse möglich, die zuvor außer Reichweite lagen.
Ich bin stolz, dass wir das gemeinsam anbieten können – als Team unter der Leitung von Dr. Incifer Kanbur und mir. Nichts davon funktioniert ohne echte interdisziplinäre Zusammenarbeit über viele Abteilungen hinweg: Anästhesie, Plastische Chirurgie, HNO, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Kinderchirurgie und unsere Kolleginnen und Kollegen am St. Anna Kinderspital, um nur einige zu nennen. Diese Teamarbeit ist es, die aus einer vielversprechenden Methode echte Ergebnisse für unsere Patientinnen und Patienten macht.
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